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Heidelberg, 07. Februar 2012  um 12:53 Uhr 
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SOS-Handy Heidelberg

SOS-Handy Heidelberg

Ein Projekt zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls in der Stadt In Heidelberg können als erster Kommune in Baden-Württemberg "SOS-Handys" ausgeliehen werden. Mit der Spende der Deutschen Telekom von 30 Handys wurde mit dem Projekt im Dezember 1999 begonnen.

Für diese Geräte ist nur die Notrufleitung 112 freigeschaltet, normale Telefonate sind damit nicht möglich. Die Initiative der Stadt Heidelberg und des Vereines "Sicheres Heidelberg – SicherHeid e.V." , der Träger dieses Projekts ist, geht auf die vom Frauenamt der Stadt Heidelberg. vorgelegte Studie "Angsträume in Heidelberg" zurück.

Die dort gewonnenen Erfahrungen und Einschätzungen Heidelberger Bürgerinnen verdeutlichten die Notwendigkeit, sich aktiv für die Verbesserung des persönlichen Sicherheitsempfindens in der Stadt einzusetzen. Ein in der Studie häufig geäußerter Wunsch war die vermehrte Aufstellung von Notrufsäulen.

Dieser Gedanke wurde von der Stadtverwaltung und Polizeidirektion Heidelberg weiterentwickelt und mündete schließlich in das jetzige Projekt; Mobiltelephone erfüllen den Wunsch nach mehr Sicherheit für sich gefährdet fühlende Bürgerinnen und Bürger in noch höherem Maße als die geforderten Notrufsäulen: sie sind beweglich und damit überall mitzunehmen, sie sind viel schneller und vor allem auch viel kostengünstiger zu beschaffen.

Die Nutzer/innen haben mit den "SOS-Handys" jetzt jederzeit einen heißen Draht zu Polizei und Rettungsdiensten, wenn sie belästigt oder bedroht werden, wenn ihnen etwas zugestoßen ist oder auch wenn sie beobachten, dass andere in Gefahr geraten sind. Für diejenigen, die kein eigenes Handy besitzen, werden im Rahmen des Projekts "SOS-Handy Heidelberg" gespendete Mobiltelefone gesammelt. Das Kontigent umfasst sowohl neue, als auch alte Geräte, die sonst zu Hause nur noch in der Schublade herumliegen würden.

Denn auch nach Ablauf des Vertrages mit einer Telefongesellschaft ist ein Handy sehr wohl noch als Notrufgerät zu benutzen, ohne dass eine Karte gekauft werden muss oder Gebühren anfallen. Alle Netzbetreiber sind nämlich gesetzlich dazu verpflichtet, die Funktion der Notrufnummer 112 auch ohne Kartenvertrag zu gewährleisten.

Die Mobiltelefone können beim Amt für öffentliche Ordnung und beim Frauenamt kostenlos ausgeliehen werden. Derzeit sind ca. 40 Geräte an Bürgerinnen und Bürger ausgeliehen. Die ersten Einschätzungen der Benutzer sind überaus positiv. Mit dem "SOS-Handy"-Projekt in Heidelberg ist den Verantwortlichen ein Paradebeispiel der Gesamtkonzeption Kommunale Kriminalprävention gelungen. Stadtverwaltung, Polizeidirektion, der Verein SicherHeid e.V. und Unternehmen der freien Wirtschaft arbeiten projekt-und zielgruppenorientiert zusammen, um das subjektive Sicherheitsempfinden in einer Großstadt zu verbessern.

Das Projekt fand eine große Resonanz in den Medien. So wurden neben Berichten in verschiedenen Tageszeitungen (u.a. Frankfurter Rundschau) auch Beiträge der Radiosender SWR 4 und RPR 1, sowie Fernsehberichte in der Landesschau Baden-Württemberg und in den Abendnachrichten auf PRO 7 ausgestrahlt. Um das Projekt weiter voranzutreiben werden noch Handys benötigt. Handys können Leben retten und mehr Sicherheit in Heidelberg schaffen. Je mehr Menschen sich mit einer Spende von Alt- oder Neugeräten an der Aktion beteiligen, an desto mehr Menschen können SOS-Handys ausgeliehen werden, z.B. in Jugendtreffs, in Diskotheken, im Frauenhaus, in Senioreneinrichtungen u.a.

Nicht mehr genutzte Handys können als Notrufgeräte noch wertvolle Dienste leisten! Wer ein Handy ausleihen will, wer Fragen zum Projekt hat oder wer sich mit einer Spende beteiligen möchte, kann sich an folgende Stellen wenden:

Amt für öffentliche Ordnung, Herr Nägele, Tel. 06221/58-1781
Amt für Frauenfragen, Frau Maierl, Te. 06221/58-1552
Sicheres Heidelberg e.V., Herr Greulich, Tel. 06221/ 61 81 61

Diese Initiative wird bereits unterstützt von:
Stadt Heidelberg Sicheres Heidelberg e.V.
Polizeidirektion Heidelberg
Deutsche Telekom Heidelberg
Heidelberger Druckmaschinen
Bündnis gegen Gewalt an Frauen
Schollmeier communications Mannheim
Institut f. Sicherheits- und Präventionsforschung Hamburg
Fa. Klenk Gravurmeister Heidelberg

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